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Port Elizabeth

Sea View Game Reserve

Snake Park & Oceanarium

Addo Park

Bericht Immigrant 1967

Polen

BRD

Süd Afrika

Namibia

Port Elizabeth

Post Office

Die City Hall

Down Town PE

Campanile am Hafen

Angenehmes Klima, sichere Badestrände, Kings Beach und Summerstrand. Drittgrösster Hafen im Land. PE ist das Detroit von Afrika. Die grossen Autokonzerne sind hier vertreten.

PE wirkt ein wenig verträumt und die Uhren gehen etwas langsamer als in Johannesburg. Die Lebensqualität überzeugt. Universität, Oper, Music Hall (Feather Market Hall) wo früher mit Straussenfedern gehandelt wurde. Technical College, King Edward Hotel, Donkin Reserve, 1820 Settlers Housing, City Library, Town Hall, Denkmal Queen Victoria, Post Office, Fort Frederic, Diaz Kreuz an der City Hall, der Campanile am Hafen, Beach Drive, Willows, Buchten am Meer mit endlosen Stränden.

Die 1820 Settlers aus Grossbritanien

1820 Settler Häuser

1820 kamen die ersten britischen Siedler in die “ Algoabay “

Die Häuser sind noch bewohnt.

Meine englischen Freunde wohnten hier sind aber längst weggezogen.

Gegenüber die Donkin Reserve und der Leuchtturm.

Gleich dahinter das King Edward Hotel.

Die St Andrew Kirche ist hinten links zu sehen.

1820 Settler Häuser


Donkin Reserve und Leuchtturm

King Edward Hotel am Donkin

Horse Memorial Cape Road

Abend an der Settlers Bridge - Swartkops- Blue Water Bay

Mein Lieblingsland: Südafrika und Namibia


Obwohl ich12 meiner schönsten Lebensjahre in dieser Region verbracht habe, bleibt noch viel zu endecken übrig. Der Slogan: Die Welt in einem Land trifft zu. Das südliche Afrika hat viele Facetten die darauf warten endeckt zu werden

Hier ein kleiner Beitrag

Angefangen hat es im November 1967. Nach fast 2 Wochen auf hoher See hatte uns die Windsor Castle sicher in die Table Bay Kapstadt gebracht. Der Anblick dieser atemberaubenden Szene hat sich in meinen Erinnerung festgebrannt. Es war früh morgens um 7:00 Uhr, als ich eine Möve durch die Luke erblickte. Mir war klar, dass Land in der Nähe sein muss.

Mit Photo und Filmkamera ging ich zum Deck um meinen ersten Eindruck fest zu halten. Viele Passagiere waren früh aufgestanden um diesen Augenblickin stiller Bewunderung zu geniessen. Auch ich war überwältigt von der majestätischen Kulisse die sich uns darbot.

Noch gut 5 Meilen vom Hafen entfernt, konnte man einen weiten Gesamteindruck von der Kaphalbinsel und dem Hinterland gewinnen.

Rechts erheben sich die 12 Apostel. Eine Bergkette die sich Richtung Hout Bay zur Kapspitze zieht.

In der Mitte, der Tafelberg mit “ Tischdecke “ . So nennen es die Einheimischen wenn eine flache Wolkendecke auf dem Berg liegt und vorne überschwappt, wie eine Tischdecke.

Kapstadt liegt am Fusse das Berges. Damals schon eine sehr beeindruckende Skyline die heute mit vielen neuen Hochbauten erweitert ist. Signal Hill und Lions Head runden das Bild ab.

Links der Bloubergstrand von wo man die schönsten Bilder von Kapstadt mit Tafelberg machen kann. Im Hintergrund die Berge von Stellenbosch. Die bekannteste Weinstadt im Land. Es gibt aber noch weitere Brühmtheiten wie Paarl, Worchester usw.

Nun könnte ich schildern was mir als einem Immigranten so alles durch den Kopf ging. Gemischte Gefühle, Freude Hoffnung und ein wenig Bange vor der Ungewissheit was vor uns liegt. Immerhin sollte das die neue Heimat werden fürmeine Frau und meine 3 kleinen Kinder. Heute bewundere ich meinen Mut für dieses Unterfangen. Ausgestattet mit einer Menge von Selbstvertrauen, gemischt mit Unwissenheit, Unerfahrenheit und Naivität hatte ich mich zu diesem Schritt entschlossen. Heute aber bereue ich keinen Moment und würde Alles nochmals wiederholen.

Die Heimat war 11.000 km entfernt. Die Ungewissheit lag vor uns.
Nach Erledigung der Formalitäten ging unsere Reise dann per Bahn nach
PortElizabeth im Ostkap. Zirka 800 km entfernt. Dort wollte und habe ich in der Autoindustrie gearbeitet.

Die Fahrt dauerte 2 Nächte und 1 Tag. Die heute in den Reiseprospekten beschriebenen Stationen lagen auf dem Weg. George, Knysna, Outshorn, Garden Route, dann durch die Langkloof bis Humansdorp Jeffrys Bay und weiter nach Port Elizabeth.

Die Waggons waren mit allem ausgestattet was man sich wünscht. Vollverpflegung und bequeme Betten. Das Essen schmeckte vorzüglich und war nach der englischen Küche auf unserem Schiff eine mehr als willkommene Bereicherung.

Die Fahrt ging auch über die berühmet Knysna - Outshorn Bergstrecke. Atemberaubende Szenen und Aussichten machten diesen Teilabschnitt zum Highlight. Der Zug mit 2 Dampflocks gezogen tuckerte durch die Serpentinen wie bei einer Modelleisenbahn. Tiefe Schluchten mit üppiger Flora wechselten sich mit felsigen Bergen ab. Eine Bilderbuchfahrt wie heute mit dem Outaniqua Choo Choo, nur luxioröser. Noch heute kann mann in Knysna einen solchen Dampflock-Zug besteigen und einen Teil der geschilderten Landschaften erleben.

Dies waren die ersten faszinierenden Eindrücke, die noch so wach in meiner Erinnerung sind, als wäre es erst gestern gewesen. Meine damals gedrehten 8mm Filme halten diese Erinnerung wach. Keine gute Qualität aber teil meiner Schätze die ich nicht vermissen wollte. Diese Filme habe ich nun digitalisiert, die Qualität wird dadurch nicht besser jedoch ist die Haltbarkeit nun gesichert.

Filmen, Photography und Video ist bis heute ein Steckenpferd geblieben. Vom 8mm zum Super 8, dann mit Tonspur, Beta Video, 8mm Video, VHS, und nun Micro DV. Das ganze dann auf DVD gespeichert. Auch hier gibt es ein neues Format nach dem anderen. AVI, MPEG, MPEG 2, MPEG 4, DIVX, WMV und mehr. Kaum ist DIVX da, kommt schon wieder ein neues Format.

Mein Super DVD Player schafft fast alle. Auch DIVX kann gespielt werden.

Port Elizabeth (PE)

Die Stadt wurde 1820 von englischen Siedlern gegründet. Die Architektur und das Sprachverhalten erninnern noch heute daran. In der Main Street hat man der Queen Victoria ein Denkmal gesetzt. Ein grimmiger Anblick. Ein Passant fragte mich einmal während ich eine Filmaufnahme machte “ Is she smiling “ Englischer Humor.

Der Addo Park (etwa 50 km entfernt) war noch recht klein. Ein beliebtes Wochenend Ausflugsziel. Man konnte damals die Tiere hinter dem Zaun beobachten. Heute ist daraus ein recht ansehlicher Park geworden, kann selbst mit dem Auto kreuz und quer fahren. Viele Elefanten und Antilopenarten sind zu beobachten. Diese Erlebnisse damals und auf späteren Reisen habe ich natürlich in Bild, Film und Video festgehalten. Besonders auf meinen späteren Reisen sind dank der besseren Austattung schöne Clips entstanden

PE wird die Friendly City genannt. Verdient oder nicht ist nicht die Frage. Windy City ist sicherangebracht. In der Sommerzeit weht fast täglich ein steifer Wind von 13:00 bis 17:00. Doch mit der Klimaveränderung hat sich einiges verschoben.
Das Kings Beach ist eines der sichersten Bademöglichkeiten im gesamten Land. Feiner Strand, moderaterWellengang, sanfte Tiefe. Mir ist keiner Zeit ein Unfall mit Hai bekannt geworden. Der Summerstrand eignet sich zum Spiel mit den Wellen. Ein bischen weiter tummeln sich tollkühne Surfer auf ihren Brettern.

Mit meinem Pferd habe ich an den Wochenenden, zusammen mit Freunden, die nähere Umgebung erleben können. Am ausgemachten Treffpunkt im Busch, haben wir dann ein Picnic mit “Braivleis “ (Grillen )genossen. Meine Gitarre und Mundharmonika hatte ich meistens mit dabei was zur guten allgemeinen Stimmung beitrug.

Maitland River Mouth, Stormsriver Mouth, Sardinia Bay, Skoenmakerskop, Sea View, Willows, und der Busch Drive nach Nordhoek wo eine kleine Pflanze einen erotischen Duft verbreitet. Ich kann noch heute nicht genug davon bekommen. In Kapstadt - Kirstenbosch (National Wild Flower Garden) konnte ich in den späteren Jahren die unscheinbare Pflanze beschauen und beschnuppern. Eine sogenannte Fine Bush Art.

An der High Way N2, 30 km in Richtung Kapstadt, ist für Botanik Freunde interessanter Naturpark. Ähnlich wie in Kirstenbosch bei Kapstadt, lädt der National Wild Flower Park in der Nähe vom VanStadens Pass zum Besuch ein. Protea Freunde kommen hier auf ihre Kosten. Hier durfte ich einen meiner besten Videoclips drehen zusammen mit einem alten Freund.

Beim Besuch dort 1997, machten wir diese Buschtour. Eine Männertour. Wir brauchten wenig Worte, waren auf der selben Wellenlänge und glücklich all diese Naturschönheiten zu erleben. Zwei Tage später war unsere Abreise. Ich hatte das Gefühl es wird unser letztes Treffen sein. Mein Freund Holm hatte traurige Augen und was sonst nicht der Fall war, umarmte mich beim Abschied. Eine Woche später fiel er tod um. Seine Asche ruht auf seiner geliebten Farm am Lady Slipper. Mountain View hatte er sein kleines Paradies genannt.

Den Film mit den Proteen habe ich zur Erinnerung an Holm und einem schönen Tag im Busch gewidmet . Holm kannte ich schon seit 1967. Eine Bekannt-Freundschaft der ersten Wochen in einem fremden Land.

Tagesfahrten machten wir auch zum Big Tree an der Gardenroute und dann weiter nach Plettenberg Bay , Wildernes und Knysna. Hier geht es über die Outaniqua Berge nach Outshorn.

Ende 60 er Jahre, neu eröffnete Cango Caves. Tropfsteinhöhlen die man gesehen haben muss. Der Günther Kallmann Chor war sehr beliebt und hatte in der grössten Halle Plattenaufnahmen ihrer besten Lieder gemacht. Ein Dauerbrenner “ Hör mein Lied Elizabeth “.

Eine gelungene Licht und Ton Schau bietet ein Spektakel das Gänsehaut macht. Die Straussenfarmen bieten einen Einblick in die Zeit der Straussenbarone. Man wird geführt durch die Zuchtstationen, vom Ei bis zur Souvenir Boutique. Alles am Strauss wird verwertet. 1986 hatte ich die Gelegenheit auf einem der Strausse zu reiten. Ein irres Gefühl im Vergleich zum Pferd.

Östlich von PE liegt Grahamstown und East London. Schon ein wenig sub tropisch. Eine relativ kleine Stadt die den deutschen Einwanderen ein Denkmal an der Beachfront gesetzt hat. Deutsche waren sehr beliebt für ihr Können, Zuverlässigkeit und Disziplin. Damals ! Heute ?

East London: Meine Freunde hatten eine kleine Farm und deren Freunde wieder eine Ananas Farm. Hier wurde ich des besseren belehrt, dass Ananas nicht auf dem Baum wächst sonder eine Art Strauch. George, so heist der Senoir der Familie, machte einen köstlichen, süssen Wein aus den Früchten. Eisgekühlt zum drinken, in maßen genossen ist er etwas besonderes. Wehe wenn es zu viel war. Dann benötigt der Kopf eine Eiskühlung am nächsten Tag.


Die Freunde in East London hatten uns zu Weihnachten eingeladen. Ich wollte lieber zu Hause bleiben und mit Klaviermusik das Fest begleiten. Kein Problem sagten die Freunde und besorgten ein Harmonium. So feierten wir erstmals ausserhalb der Familie. Es wurde wunderbar für uns und die Freunde. Eine Mischung aus besinnlich wie wir es kennen und feucht fröhlich wie die Engländer es mögen. Gladdis und Nobby stammten aus England und hatten die kleine Farm erworben. In den späteren Jahren haben sie das Land verkauft und sind zum Nachbarn " George" auf die Ananas Farm gezogen. Die Sicherheit war hier grösser. Nobby wurde einmal auf seiner Farm zusammen geschlagen und hat sich dann für den Umzug entschieden. Das Licht, der Kühlschrank, Bügeleisen, Herd, alles wurde mit Propangas angetrieben. Wasser wurde in einem kleinen Weiher gesammelt und von Hand zum Hochbehälter gepumpt. Von da über Rohre zum Haus.
Der nächste Nachbar ein paar Kilometer entfernt war über Funk in Kontakt. Auch dorthin wurden wir eingeladen und waren mehr als willkommen. In den späteren Jahren haben wir die Freunde öfter besucht.

Meine Freunde in PE berichteten mir über SWA (Namibia) Ich fing an Interesse zu haben. Besonders der Fisch River Canyon. SWA war noch Mandats Gebiet der Vereinten Nationen und somit unter Südafrikanischer Verwaltung.
Ich hatte mir eine Schallplatte angehört und gekauft die den Grand Canyon in den USA musikalisch beschreibt. Der Fish River Canyon in Namibia ist der kleinere Bruder. In meinem Kopf lief ein Film ab beim hören dieser Musik. Mein Wunsch war es einen Film zu machen und diese Musik als Hintergrund. Über viele Jahre habe ich nun schon, immer wieder neuen Szenen aufgenommen. Der Film wird nie so werden wie er in meinem Kopf abläuft. Doch das fertiggestellete Video kann sich aber auch jetzt schon sehen lassen. Da der fertige Film fehlt, höre ich gerne die Musik und lasse mir, bei geschlossenen Augen den Film mit immer wieder neuen Szenen im Kopf ablaufen.

Sonnenaufgang, Painted Dessert, On the Trail, Storm on the Canyon und Sunset sind die Haupthemen. Die Musik schildert in romantischen und dramatischen Passagen einen Tag am Canyon wie auch ich es in späteren Jahren mehrmals erleben durfte.

Siehe meinen Bericht vom ersten Besuch 1975