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Lüderitz

Von einem Bremer Kaufmann " Adolf Lüderitz " erworben.

In der Umgebung wurden Anfang 1900 die ersten Diamanten gefunden. Ein Gleisarbeiter unter Herrn Stauch fand den ersten Stein warauf ein Diamantefieber ausbrach....... Es enstand Kolmannskuppe oder Kolmannskop

Eigentlich passen die luxuriösen Häuser nicht in die Landschaft. Man kann den Reichtum förmlich riechen. Es wurden Feste gefeiert und die Damen sollen in Champagner gebadet haben. Na ja, Wasser war und ist knapp in dieser fast gottverlassenen Gegend.

Das Gelände Kolmannskuppe ist für Touristen zugänglich. Ein kleines Museum hält einige Informationen bereit auch über die Tätigkeit im Sperrgebiet südlich von Lüderitz. Jedoch ist dort kein Zugang erlaubt. Streng bewacht !

 

Die Felsenkirche überschaut die ganze Lüderitzbucht

Lüderitz ist einer der kühltsten Orte des Landes. Nur etwa 200 km von Keetmannshoop über eine gute Terrstrasse zu erreichen.

Lüderitz hat kein Klima sondern ein Wetter. Die kalte See hält die Temperaturen sehr gering besonders wenn der Wind vom Südwesten weht. Luftfeuchtigkeit ist nahezu 100 % Dies ist zu mehr als 80 % des Jahres der Fall. Im Winter, durch heissen Ostwind aus der Wüste, kann es sehr trocken und heiss werden. Sandstürme sind dann angesagt. Zu vergleichen mit Föhn in Bayern nur etwas extremer. Dann können schon einmal Sandverwehungen den Verkehr behindern. Besonders Nachts sollte man dann sehr vorsichtig mit mäßigem Tempo fahren. Die meisten Unfälle bauen deutsche Turisten. Oft mit fatalen Folgen. Dies ist auch auf den Sandpisten der Fall. Bei Wellblech kann der Wagen schnell aus der Spur schleudern. Tempo 80 ist OK. 

Die deutsche Vergangenheit ist an jeder Ecke zu sehen. Liebevoll renovierte Fachwerkhäuser zieren die Strassen. Auch alte deutsche Strassennamen sind zu finden.

Ein dunkeles Kapitel unserer Kolonialgeschichte ist hier anzutreffen. Es geht um die Mishandlung der Eingeborenen. Man sollte sich die Themen besser vor Ort anhören. Ich bin nicht der beste Reporter in diesen Angelegenheiten.

Darum jetzt lieber zu meinen Bildern die für sich sprechen.

 

Typisch deutsche Architektur prägt das Stadtbild

 

Die Gemeinde hat die schönsten Häuser fein heraus geputzt.

Nun wartet man auf die Touristen. Einst ist Lüderitz durch die Diamanten reich geworden. Der Diamantensegen ist vorbei. Die Fischindustrie kämpft ums überleben.

Das kalte saubere Wasser, frei von Industrie und Chemie Abfällen ist ein Segen.

Austern werden gezüchtet und Seetang für den Export geerntet. Lüderitz hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

 

Fachwerkhäuser, oben die Felsenkirche

 

Achatbucht Lüderitz

Obwohl diese Bucht zum Sperrgebiet gehört, kann man dort hinfahren. Nur ein paar Kilometer entfernt. Es ist aber streng verboten an der Strasse im Sand zu buddeln. Am Meer kann man mit ein wenig Glück Achate oder sonstige Halbedelsteine finden.

 

Am Abend wird es recht kühl. Besonders wenn der feuchte Nebel vom Meer durch die Strassen zieht. Das Meerwasser ist sehr kühl und eignet sich kaum zum schwimmen. Jetzt ist es am Besten, im Hotel eine leckere Mahlzeit einzunehmen.

Mein Vorschlag: Frische Austern, Fisch und der Weltbekannte CRAYFISH (Hummer-Languste) Frischer kann man ihn sonst niergendwo bekommen. Dazu auch noch preiswert. Meine Bleibe war immer das alte Kapps Hotel das in den letzten Jahren renoviert wurde.

Südlich von Lüderitz ist der Bogenfels den ich ( Menü " der Süden") abgebildet habe. Es ist heute möglich geführte Touren zu unternehmen. Im Tourist Centre Lüderitz mehr dazu. In dieser Gegend, hat Namdeb ( Namibia de Beers) bei Elizabethbucht noch eine Diamantenanlage. Dort ist auch eine Geistersiedlung aus der deutschen Zeit.

Das Sperrgebiet südlich von Lüderitz wird eines Tages auch für Touristen geöffnet sein wenn alle Diamanten geerntet sind. Aus Sicherheits Gründen ist es verständlich keinen Publikumsverkehr zuzulassen. Aber selbst mit Schaufel ausgerüstet ist die Chance einen Diamanten zu finden fast null. Die Namdeb muss viele Tonnen Erde bewegen um ein Karat ernten zu können. Das wäre von Hand absolut unmöglich also erst gar nicht versuchen. 15 Jahre Knast ist immer drin.

Zukunft: Ich stelle mir vor, wenn das Gebiet einmal geöffnet wird, dass zahlreiche Mineraliensammler dort ein Eldorado vorfinden werden. Es gibt eine reiche Anzahl von Halbedelsteinen auf den Abfallhalden die nur darauf warten gesammelt zu werden. Achate, Jasper in allen Variationen, seltener ist Tigerauge, Obsidian, Schneeflocken Obsidian usw. Auch kleine Splitter Garnet sind zu finden (Granate). Die Steine wurden Millionen von Jahren an der wilden Küste hin und her bewegt und sind schon fast in " Trommelqualität " zu finden.

Auf der Strasse Richtung Keetmanshoop noch ein Leckerbissen für Photographen. In der Wüste eine Herde ausgewilderter Pferde aus der deutschen Kaiserzeit. Die Truppen haben die Pferde ihrem Schicksal überlassen müssen. Die Besten haben überlebt. Die Nachfahren sind geschützt.

 

Nachfahren,Pferde aus der deutschen Kaiserzeit

Bei Aus kann man Richtung Maltahöhe, Duiwiseb, Naukluft, Sossusvlei. Kuiseb Canyon bis Walfishbay und Swakopmund fahren.

Es sind gut befahrbare Sandpisten. Nur kurz vor Sossusvlei ist 4 Rad nötig. Man kann aber ein schönes Stück mit 2 Radantrieb befahren. Auch Sesriem ist angesagt.

Einige Strassen benötigen ein Permit. Am besten in Windhuk vor der Rundreise besorgen. Kostenlos ist hier nur die " Champagnerluft " wie ich sie gerne nenne und die Stille die man wörtlich hören kann. Balsam für die Seele und Zeit einmal in sich zu gehen.

Ich hoffe mein Abstecher nach Lüderitz hat ihnen gefallen. Erinnerungen ? Oder Appetit bekommen ?

Schreiben sie mir.

 

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